Mit der praktischen Umsetzung der Grundsteuerreform beginnt für viele Eigentümer eine Phase, in der sich die finanziellen Auswirkungen erstmals konkret zeigen. Während die gesetzlichen Grundlagen bereits länger bestehen, wird erst mit den Grundsteuerbescheiden sichtbar, wie hoch die Belastung im Einzelfall ausfällt. In der Beratungspraxis zeigt sich, dass zahlreiche Bescheide fehleranfällig sind oder zumindest Anlass zu einer vertieften Prüfung geben – insbesondere, weil die Bewertung auf den Angaben aus der Feststellungserklärung und auf typisierten Modellen beruht.
Ausgangspunkt ist die Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden. Relevante Parameter sind unter anderem Flächen, Nutzungsarten, Baujahre, ggf. Mieten bzw. Erträge sowie weitere objektspezifische Merkmale. Bereits kleine Unstimmigkeiten bei Flächen oder Nutzungszuordnungen können die Bemessungsgrundlage deutlich verändern. Besonders häufig sind Abweichungen zwischen tatsächlichen Wohn- oder Nutzflächen und den angesetzten Werten, aber auch Fehleinstufungen bei gemischt genutzten Objekten.
Hinzu kommt die Komplexität der Bewertungsmodelle, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen. Für viele Eigentümer ist es dadurch schwer, die Berechnung nachzuvollziehen und zu erkennen, ob die Bewertung sachlich zutreffend ist. Auch der Bodenrichtwert spielt eine zentrale Rolle. Bodenrichtwerte sind jedoch pauschalierte Werte und bilden individuelle Lagebesonderheiten nicht immer angemessen ab. Einschränkungen durch Zuschnitt, Erschließung, Baulasten oder Nutzungsmöglichkeiten können im Modell nur begrenzt berücksichtigt sein, was in Einzelfällen zu Bewertungen führt, die als „zu hoch“ empfunden werden.
Entscheidend ist die Fristenkontrolle. Fehlerhafte Bescheide können grundsätzlich nur innerhalb der Einspruchsfrist angefochten werden. Wird die Frist versäumt, tritt Bestandskraft ein, sodass spätere Änderungen nur unter engen Voraussetzungen möglich sind.
Praxistipp:
Eigentümer sollten Bescheide zeitnah prüfen – insbesondere Flächen, Nutzungsarten, Bodenrichtwert und ggf. Objektzuordnungen. Einspruchsfristen sollten konsequent überwacht werden. Bei Unklarheiten empfiehlt sich eine fachkundige Prüfung, da gut begründete Einsprüche bei konkreten Abweichungen durchaus Erfolgschancen haben.
Ausgangspunkt ist die Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden. Relevante Parameter sind unter anderem Flächen, Nutzungsarten, Baujahre, ggf. Mieten bzw. Erträge sowie weitere objektspezifische Merkmale. Bereits kleine Unstimmigkeiten bei Flächen oder Nutzungszuordnungen können die Bemessungsgrundlage deutlich verändern. Besonders häufig sind Abweichungen zwischen tatsächlichen Wohn- oder Nutzflächen und den angesetzten Werten, aber auch Fehleinstufungen bei gemischt genutzten Objekten.
Hinzu kommt die Komplexität der Bewertungsmodelle, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen. Für viele Eigentümer ist es dadurch schwer, die Berechnung nachzuvollziehen und zu erkennen, ob die Bewertung sachlich zutreffend ist. Auch der Bodenrichtwert spielt eine zentrale Rolle. Bodenrichtwerte sind jedoch pauschalierte Werte und bilden individuelle Lagebesonderheiten nicht immer angemessen ab. Einschränkungen durch Zuschnitt, Erschließung, Baulasten oder Nutzungsmöglichkeiten können im Modell nur begrenzt berücksichtigt sein, was in Einzelfällen zu Bewertungen führt, die als „zu hoch“ empfunden werden.
Entscheidend ist die Fristenkontrolle. Fehlerhafte Bescheide können grundsätzlich nur innerhalb der Einspruchsfrist angefochten werden. Wird die Frist versäumt, tritt Bestandskraft ein, sodass spätere Änderungen nur unter engen Voraussetzungen möglich sind.
Praxistipp:
Eigentümer sollten Bescheide zeitnah prüfen – insbesondere Flächen, Nutzungsarten, Bodenrichtwert und ggf. Objektzuordnungen. Einspruchsfristen sollten konsequent überwacht werden. Bei Unklarheiten empfiehlt sich eine fachkundige Prüfung, da gut begründete Einsprüche bei konkreten Abweichungen durchaus Erfolgschancen haben.
